BOP’s Handwerkerstudie: Optimierung der Ladezeiten

Was ist die Ladezeit von Websites?

Ladezeit – oder auch PageSpeed genannt – wird die Zeit genannt, welche benötigt wird, um die gewünschte Website korrekt und vollständig auf dem Monitor darzustellen.

 

Wir von www.frag-den-bodenprofi.de haben 140 Bodenleger Webseiten aus mehreren Städten in Deutschland (Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Dresden, Stuttgart und München) nach verschiedenen Kriterien untersucht.

Dabei sind wir wie folgt vorgegangen: Die ersten 20 Webseiten, welche von Google in Verbindung mit der jeweiligen Stadt angezeigt wurden, haben wir für die Studie herangezogen. Hierbei blieben Anzeigen und allgemeine Seiten für Handwerkersuche unberücksichtigt. Ein Suchbegriff sah dementsprechend wie folgt aus „Bodenleger München“. Diese Suchen haben wir von neutralen Servern gestartet, sodass unsere bisherigen Suchen keine weiteren beeinflussen.

Auswertung Ladezeiten von Handwerkerwebseiten:

Durchschnittlich lagen die Ladezeiten der untersuchten Websites zwischen 0,63 und 2,52 Sekunden. Allerdings gab es auch einige Webseiten deren Ladezeiten mit bis zu 10 Sekunden deutlich darüber waren. Dies ist für die meisten Besucher viel zu lange. Viele Nutzer sind genervt von langen Ladezeiten und verlassen die Website sofort wieder. Wie du die Ladezeit messen kannst und wie du es schaffst die Ladezeit deiner Website zu verringern erfährst du nachfolgend.

 

Wartebereitschaft der Nutzer:

Die Ladezeitdauer wird von jedem Nutzer anders wahrgenommen und kann je nach Situation unterschiedlich wahrgenommen werden. Auch der erwartete Inhalt wirkt sich auf die Wartebereitschaft aus. Will man beispielsweite ein Video anschauen, rechnet man gleich mit längere Ladezeiten und ist auch bereit diese in Kauf zu nehmen. Wo hingegen bei einer reinen Informationsseite dieselbe Wartezeit für viele Nutzer als zu lang empfunden werden würde.

Wie lange sollte aber nun die Ladezeit maximal dauern? Hierzu gibt es klare Tendenzen und es gilt jede Sekunde zählt. Während nach einer Sekunde – laut einer Studie von Akamai – nur 2% der Nutzer die Seite wieder abspringen, steigt dieser Wert bei 2 Sekunden auf 10% an und nach 3 Sekunden verlässt fast jeder dritte Nutzer die Website wieder. Wenn man sich diese Zahlen anschaut, sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Ladezeiten möglichst gering gehalten werden.

Auch sollte man beachten, dass immer mehr Nutzer mit ihrem Smartphone auf die Websites zugreifen, oft auch von unterwegs aus. Demnach haben die Besucher nicht immer WLAN zur Verfügung, sodass die Ladezeit sich hierdurch deutlich erhöht. Wenn deine Ladezeit zu hoch ist, wird die Webseite von Google als nicht mobil-friendly bewertet und wird somit bei der Trefferliste nicht angezeigt. Die mobilen Nutzer gelangen somit erst gar nicht auf deine Website.

Wie kann man die Dauer der PageSpeed messen?

Tools zur Messung der Ladezeiten gibt es einige. Du kannst beispielsweise das kostenlose Tool von Pingdom verwenden. Dieses Programm haben auch wir für die Auswertung der Studie herangezogen.

Vorgehen bei der Messung der Ladezeiten:

Als erstes gib unter URL deine URL der Website ein (1.). In dem nächsten Schritt wähle als Ort Stockholm, Sweden aus (2.) Klicke anschließend auf „START TEST“ (3.).

Nach wenigen Sekunden wird dir eine ausführliche Zusammenfassung des Tests angezeigt.

Unter „Load time“ wird dir die Dauer der Ladezeit in Sekunden angezeigt. Mit diesem Tool kannst du beispielsweise auch nachschauen wie deine Webseite im Vergleich zu anderen Webseiten abschneidet („Faster than“) oder wie groß die gesamte Website ist („Page size“).

Alternativ ist die Seite PageSpeed Insights zu empfehlen. Hier kann man sogar zwischen Desktop- und Mobileoptimierung auswählen.

Wie kann die Ladezeit der Website optimiert werden?

Die Optimierungsmaßnahmen sind zahlreich. Einige Maßnahmen sind sehr technisch spezifisch. An dieser Stelle ist es besser einen Profi zu Rat zu ziehen. Es gibt aber auch ein paar einfache Dinge, die du beachten kannst, um die Ladezeiten zu optimieren.

Eine einfache Umsetzung ist beispielsweise, dass du keine zu großen Bilder verwenden sollst. Bilder mit hoher Auflösung brauchen lange bis sie geladen sind. Meist ist so eine hohe Auflösung für eine Webseite nicht nötig. Zu empfehlen ist, die Speicherfunktion „für  Web speichern“ zu wählen (diese Funktion gibt es beispielsweise bei der Verwendung von Photoshop). Dies garantiert eine gute Auflösung mit möglichst geringem Speicherplatz. Achte auch darauf, dass die Anzahl der Bilder nicht überhand gewinnt, da jedes einzelne Bild die Dauer der Ladezeit etwas erhöhen wird.

Ein weiterer Punkt der vermieden werden sollte ist eine Weiterleitung der URL, wenn du beispielsweise deine URL abänderst. Bei Änderung einer neuen URL wird die alte gelöscht. Dies bedeutet, dass jeglicher Link zu der alten URL, welchen du beispielsweise auf sozialen Netzwerken geteilt hast, nicht mehr funktioniert und das bestehende SEO-Ranking für diese Seite gelöscht wird. Der Grund hierfür ist, dass Suchmaschinen grundsätzlich eine neue URL als neue Seite ansehen. Falls du dies nicht möchtest muss die Website kopiert werden und eine Weiterleitung erfolgen. Dies führt zu einer Verlängerung der Ladezeit.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Punkte, die vermieden werden können. Diese erfordern aber größtenteils zumindest die Grundkenntnisse über IT Fachwissen. Hier findest du einige dieser Optimierungsmaßnahmen.

Fazit:

Eine kurze Ladezeit deiner Website ist wichtig um zu verhindern, dass die Besucher deine Website nicht sofort wieder verlassen. Dabei sollte wenn möglich die Ladezeit von 2 Sekunden nicht überschritten werden. Eine einfache Optimierungsmaßnahme ist beispielsweise das Verkleinern von zu großen Bilddateien.

 

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Ich habe Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation studiert und bin seit 8 Jahren selbstständig im Bereich Webentwicklung tätig. Seit 2014 arbeite ich für die Uzin Utz AG an diversen digitalen Projekten.

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