3 Gründe weshalb Handwerksunternehmen ins Internet sollten

Das Internet hat sich seit vielen Jahren als Leitmedium in der Informationsbeschaffung und Kommunikation etabliert. Nichtsdestotrotz zählt es immer noch zu den „Neuen Medien“. Daran wird sich aller Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahren nichts ändern, doch der Wandel ist nah. Das tägliche Leben, sowohl privat als auch beruflich, ist wohl nirgendwo so intensiv mit dem Internet vernetzt wie in den technologieaffinen Ländern Südkorea und den USA. Aber auch in Deutschland zeichnet sich ein Wandel ab. Die demographische Entwicklung lässt die WWW-Generation zu mündigen Erwachsenen werden und die Internationalisierung gibt den traditionellen Medien den Rest.

Weniger erstaunlich ist, dass bei dem Kauf von Produkten oder der Wahl des richtigen Dienstleistern das Internet ganz oben steht. Nun ja, fast ganz oben. Laut einer Studie der Innofact AG ist „Freunde und Bekannte fragen“ immer noch die Nummer Eins.

Handwerkersuche:

1. Familie, Freunde und Bekannte fragen

2. Suchmaschinen im Internet

3. Marktplätze für Handwerksaufträge im Internet

4. Gedruckte Telefonbücher

5. Telefonbücher, Branchenverzeichnisse im Internet
Dick hervorgehoben sind die Dinge, die wir mit dem richtigen Auftritt im Internet direkt beeinflussen können. Allem voran den Suchmaschinen.

1. Grund: Erstkontakt im Internet. Kunden finden Handwerker.

Der Suchende sucht… und findet. Er findet viel. Oft zu viel. Der Maler in München wird gleich hunderttausende Male gefunden, der „Bodenleger Berlin“ noch 359.000 Mal und selbst der „Parkettleger Ulm“ wird noch 40.000 Mal gefunden. Wie soll sich da der Suchende entscheiden können? Ganz einfach. Er fängt oben an und arbeitet sich durch. Im einfachsten Fall sucht er, bis er ein passendes Angebot hat und entscheidet sich für dieses. Im Normalfall wird er mehrere Angebote einholen und diese vergleichen.

In beiden Fällen haben die Top-Platzierten in den Suchergebnissen die besten Karten, denn wer schaut bei Google schon auf die dritte oder vierte Seite? Und wie kommt man nach oben in den Suchergebnissen? Darüber gibt es Studien, Dissertationen und jede Menge unterschiedlicher Meinungen. Eines ist jedoch klar: Qualitativ hochwertiger und vor allem einzigartiger Inhalt ist unschlagbar. Hier kommt immer wieder die Aussage zu tragen „Content ist King“ (Inhalt ist König).

2. Grund: Handwerker können im Internet aktiv und lokal begrenzt Werben

Da heutzutage viele Menschen im Internet nach Handwerkern suchen, bietet es sich auch an dort aktiv die eigenen Dienstleistungen zu vermarkten. Anlaufplattformen wie Suchmaschinen und Social-Media Kanäle wie Facebook eignen sich dazu hervorragend. So bietet zum Beispiel die erfolgreichste Suchmaschine – Google – ein Hauseigenes Werbenetzwerk namens „AdWords“ an. AdWords sind Anzeigenschaltungen bei Suchanfragen. D.h. wenn ein Suchender bei Google den Begriff „Parkettleger Ulm“ eingibt, findet er 40.000 Ergebnisse. Ganz oben und auf der rechten Seite jedoch, können solche AdWords Anzeigen erscheinen. Unternehmen können diese Anzeigen schalten lassen und auf die eigene Webseite verlinken. Bei jedem Klick fallen Kosten an. Das praktische daran ist, dass Unternehmen begrenzte Budgets freigeben können und somit beispielsweise mit einem Tagesbudget von 15€ Werbeeinblendungen schalten können. Ein Klick kann beispielsweise 30 Cent oder auch 1,50€ kosten. Das hängt von der Konkurrenz und einigen anderen Faktoren ab.

3. Grund: Dialog über Social-Media

Ob PR oder Marketing, Social-Media ist beinahe unschlagbar, wenn es um die direkte und vor allem schnelle Kommunikation mit Kunden und potentiellen Kunden geht. So nutzen beispielsweise bekannte Internetanbieter Social-Media Plattformen als Ersatz für Ihre Hotline. Andere Unternehmen agieren auf Social-Media ausschließlich um Bestandskunden zu informieren und wiederum andere Unternehmen wollen auf Social-Media nur Neukunden akquirieren. Wie man das anstellt, ist der Unternehmensphilosophie, den angebotenen Produkten und Dienstleistungen sowie der Branche anzupassen. Überlegungen sollte man sich vor dem Einstieg in Social-Media machen:

1. Ist meine Zielgruppe auf Social-Media Kanälen aktiv?

2. In welchen Kanälen erreiche ich sie am besten?

3. Verfüge ich über genügend Know-How um die gewählten Kanäle multimedial bespielen zu können?

4. Habe ich interessante Dinge zu schreiben? Wenn man beispielsweise auf Facebook nicht wöchentlich einen interessanten Artikel verfassen kann, sollte man die Social-Media Aktivitäten überdenken. Denn ein verwaister Social-Media Account ist schlimmer als gar keiner.

 

Nachdem du jetzt die Gründe für einen Internetauftritt kennst, kannst du dir hier anschauen, was auf einer Handwerkswebseite nicht fehlen sollte.

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Ich habe Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation studiert und bin seit 8 Jahren selbstständig im Bereich Webentwicklung tätig. Seit 2014 arbeite ich für die Uzin Utz AG an diversen digitalen Projekten.

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